Wenn man nur noch als Sklave leben kann.

Lady Addison hat mir befohlen, alle Zeichen meiner Versklavung abzulegen. Peniskäfig, Analplug weg. Das tägliche Nippeltraining mit den Wäscheklammern ausgesetzt. Ich darf wichsen und abspritzen, so oft ich will. Selbst die Einschränkungen, in der Haltung als Sklave, sind aufgehoben. Ich bin für drei Tage frei. Ob und wie es danach weiter gehen wird, entscheidet Lady Addison.

Nicht als Strafe. Hoffe ich. Nur zur eigenen Orientierung. Zur Verdeutlichung, welches Privileg es ist, all diese Sachen an und in mir spüren, meiner Herrin Opfer darbringen zu dürfen. Ich hatte in meinem Journal Zweifel geäußert. Nicht an Domina Lady Addison. An mir selbst. An meinen Fähigkeiten Sklave zu sein. Als online Sklave leben zu können. Ob ich devot genug bin, das zu erfüllen, was meine Herrin wünscht. Ob ich würdig bin Lady Addison zu dienen.

Die Antwort kam prompt. Innerhalb weniger Stunden. Ein Zeichen, dass Domina Lady Addison mein online Journal, oder online Tagebuch nutzt, um sich zu informieren. Was ich tue, denke und empfinde. Was sie daraus macht, ist alleine ihre Sache. Es erfüllt also seinen Zweck. Lady Addison bewertet meine Einträge und erteilt mir Hinweise. Dieses Mal kam eine Intervention. Eine Maßnahme, die mir die nächsten Tage zeigen soll, wo ich als Sklave stehe. Was ich empfinde, ohne die Ketten meiner Herrin. Was es mit mir macht, ohne die Regeln, Disziplinierungen, Aufgaben und Kontrolle von Lady Addison leben zu müssen. „Als freier Mann sozusagen.“ Der tun und lassen kann, was er möchte. Für drei Tage, wohlgemerkt. Hoffe ich doch. Denn an das drohende „ob… es weitergeht“, möchte ich erst gar nicht denken. Es wäre eine Katastrophe für mich!

Ohne die Insignien der Macht, denke ich noch mehr an Domina Lady Addison als zuvor. Hätte nicht gedacht, dass dies möglich wäre. Denn ich dachte unentwegt an meine Herrin. Ich fühle mich auch weiterhin als Sklave. Nichts hatte sich für mich verändert. Etwas weniger erregt, weil der Peniskäfig und der Plug im Hintern fehlten. Die Dauererregung ließ nach. Die Möglichkeit zu nutzen, mich zu wichsen, mich zu befriedigen kam mir zu grotesk vor. Es würde sich nur schal anfühlen, wenn ich das täte. Ohne Erlaubnis und Anweisungen meiner Göttin. Das könnte ich nicht genießen. Ohne Lady Addisons ausdrückliche Erlaubnis, als Zeichen ihrer Gunst, lief nichts mehr. Ich war zu gut abgerichtet. Auf meine Herrin. Ausschließlich!

Ohne den Käfig zwischen den Beinen, der mich verschließt und dem gewohnten Plug im Hintern fühle ich mich seltsam verlassen. Unwohl. Schutzlos. Den Peniskäfig hatte ich immerhin über fünf Monate getragen. Tag und Nacht. Es fühlt sich an, wie bei einem Haftentlassenen, der nach zehn Jahren entlassen wird und mit der gewonnenen Freiheit nichts nichts anzufangen weiß. Dem der gewohnte Ablauf fehlt, selbst die gewohnten Gesichter der Wärter vielleicht.

Ich vermisste den Peniskäfig bereits, kaum hatte ich ihn abgelegt. Ich habe es selbst verpatzt.

Auch Essen, Trinken was und wie viel ich wollte, übt keinen Reiz auf mich aus. Nicht nur, weil es den Regeln widerspricht, die ich verinnerlicht habe, sondern weil es mich einige Kraft gekostet hatte, mich an die kargere Kost eines Sklaven zu gewöhnen. Das will ich mit einer sinnlosen Völlerei nicht aufs Spiel setzen. Zudem glaube ich nicht daran frei zu sein. Bin es gefühlt auch nicht. Ich habe mich schon zu sehr verändert. Mein „altes“ Leben hat für mich jeden Charme verloren. Ich will es nicht zurück. Nicht einmal als Ausflug, oder Urlaub. Ich hatte es schon einmal abgelehnt. Warum also jetzt?

Ein Leben ohne Domina Lady Addison möchte ich mir nicht vorstellen müssen. Es ist meine Bestimmung dieser herrlichen Lady zu dienen.

Sklave M.

Nun hoffe ich, mit allen Fasern meines erbärmlichen Seins, dass mich Domina Lady Addison nicht verstoßen wird. Dass ich diese Prüfung bestehen werde. Das sie mir weiterhin erlaubt, mich als würdiger Sklave beweisen zu dürfen. Um ihr weiter treu, loyal und folgsam zu dienen. Das ist mein Lebenszweck.

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